CBS auf dem Raspberry PI (der Pi)

Ich habe mir einen RaspberryPi zugelegt, um auf diesem den Cachebox-Server laufen zu lassen!

In diesem Beitrag will ich die Schritte zum Inbetriebnahmen des CBS auf dem Raspberry beschreiben.

Die Hardware:

Die Komponenten habe ich bei Amazon gekauft.
Raspberry Pi Model B+ Amazon Preis: EUR 35,83
Rpi-Display B+ – 2.8″ Touch-Display for Raspberry Pi B+ Amazon Preis: EUR 33,95

Außerdem habe ich mir noch ein Gehäuse gedruckt, welches mir als erster Schutz sehr gut gefallen hat. Später werde ich hier noch ein Gehäuse selber entwerfen und auch hier zum Download bereitstellen.

 

Das zusammensetzen ist dann wie bei Lego,

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den PI in das Gehäuse legen,

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Deckel drauf,

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und zu guter Letzt das Display aufstecken.

2014-09-01 16.39

 

Erst Inbetriebnahme des Pi!

Da ich hier das Display von Watterott genommen habe, habe ich mir natürlich das fertige Image für dieses Display genommen und Installiert.
Das Fertige ‚SD-Card image (Raspbian/Debian with FBTFT) for 2.8″ RPi-Display‘ könnt ihr euch hier holen. Oder das von mir vorbereitete Image benutzen, welches ich noch veröffentlichen werde. Dies aber später.

 

  • Image aufspielen

 

Als erstes müsst ihr das SD-Card Image aufspielen.
Dazu benutze ich das ‚USB Image Tool‘ welches ihr zum Beispiel bei Heise laden könnt.
Nach dem Start und dem Einlegen der SD, wird diese auf der linken Seite angezeigt.
Wenn ich die SD markiere, kann ich auf der rechten Seite ein paar Infos zu der SD sehen.

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Eigentlich ist das Programm selbst erklärend!
Mit dem Button ‚Restore‘ kann ich eine bestehendes Image auf die SD schreiben.
Mit ‚Bakup‘ kann ich mir später eine Sicherung der SD anlegen. So eine Sicherung werde ich dann hier auch zum Download anbieten, wenn ich alles eingerichtet habe.

Nach den Klick auf ‚Restore‘ öffnet sich ein Auswahldialog, in dem ich das Image auswählen kann, welches ich zuvor geladen habe.

2014-09-02 085009

Dann noch schnell Bestätigen und Geduld haben, das Schreiben kann einen Moment dauern.

2014-09-02 085025

 

  • Erstes Booten

Nachdem ihr das Image auf die SD geschrieben habt, wandert diese dann in den Slot des PI und wir können das erste Mal Booten.
Um das Spätere Konfigurieren zu vereinfachen werden wir uns als erstes ‚XRDP‘ auf dem Pi Installieren, denn erstens ist das Display mit einer Auflösung von 320×240 etwas klein und zweitens startet der PI erst mal nur im Konsolen Modus.
Hier benötigen wir also erst mal eine USB-Tastatur und eine Verbindung zum Internet. Die Verbindung zum Internet stellen wir natürlich über den Ethernet-Port des PI her.
Das Booten des PI’s startet, sobald man ihn an Strom legt. Ich Benutze hier ein altes Handy-Lade-Kabel mit einem Ausgangs Strom von 2A.

Nach dem Booten meldet sich der PI mit der Eingabeaufforderung ‚login:‘

2014-09-02 09.49

Hier gebt ihr als erstes den Default User ‚pi‘ an und bestätigt mit [Enter].
Als nächstes kommt die Frage nach dem Passwort. Welches als Standard auf ‚raspberry‘ gesetzt ist. Hier ist aber darauf zu achten, dass das Default Tastaturlayout noch auf Standard steht und ihr, bei einer Deutschen Tastatur, ‚y‘ und ‚z‘ vertauscht sind. Ihr müsst also ‚raspberrz‘ eingeben.

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Danach meldet sich der PI mit User@HostName. Beim Pi also mit ‚pi@raspberry~$‘

Jetzt können wir erst einmal ‚XRDP‘ installieren.
Das geschieht mit ‚ sudo apt-get install xrdp‘
Auch hier müsst ihr wieder an das Falsch Tastatur Layout denken. Ein ‚-‚ liegt auf ‚?‘:

2014-09-02 10.07

Und auch bei der Abfrage ist wieder ‚y‘ mit ‚z‘ einzugeben.

2014-09-02 10.07

Nachdem die Installation abgeschlossen ist, können wir uns daran machen, uns mit dem PI über RDP zu verbinden. Dazu benötigen wir noch die IP-Adresse des PI.
Diese können wir mit dem Befehl ‚ifconfig eth0′ abfragen.
Man sollte hier die Abfrage auf eth0 begrenzen, da man auf dem kleinen Display die IP nicht sehen kann.
Bei mir ist die IP jetzt 192.168.104.107.

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Das ist der Moment, ab dem wir die Angeschlossene Tastatur nicht mehr brauchen.

 

Denn jetzt können wir uns über RDP auf den PI schalten und die Konfiguration vornehmen.
Dazu starten wir Remotedesktop. Sollte eure Windows Version dies nicht unterstützen, gibt es auch andere, nicht Microsoft, Programme um dies zu bewerkstelligen. So könntet ihr zB. auch die Android App ‚RD Client‘ aus dem Playstore benutzen.
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In der Remotedesktopverbindung müsst ihr nur die IP eures PI eingeben und euch verbinden.
Es erscheint der xrdp LogIn Dialog, in dem ihr den Benutzer ‚pi‘ und das Passwort ‚raspberry‘ eingebt.
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Jetzt habt ihr den Desktop eures PI’s.
Zur Konfiguration muss jetzt die Raspi-Config aufgerufen werden. Dazu öffnen wir erst mal ein Terminal Fenster, welches schon auf dem Desktop liegt und LXTerminal heißt.
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In diesem Terminal gebt ihr einfach ‚sudo raspi-config‘ ein und der Konfigurations-Dialog startet.
Das ‚sudo‘ gibt hier an, das ihr die Config mit SuperUser Rechten startet.
Hier könnt ihr jetzt die Konfiguration vornehmen.

Fangen wir mal von oben an. ‚Expand Filesystem‘ werde ich erst einmal nicht durchführen, da ich von der fertigen Konfiguration ein Image machen möchte, dass ich dann immer wieder benutzen kann. Egal auf welcher SD. Ansonsten ist das Image ja nur 2,4GB groß und der Rest einer zB. 32GB großen SD würde hier nicht genutzt. Mit Expand Filesystem kann man dann aber die Kompletten 32GB nutzen.

‚Change User Password‘ bedarf, so glaube ich, keiner Beschreibung.
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‚Enable Boot to Desktop/Scratch‘ ist der Punkt an dem ihr einstellen könnt, ob nach dem Booten gleich der Desktop gestartet werden soll. Was ja Sinn macht, bei der Verwendung eines Displays.
Deshalb habe ich hier natürlich ‚Desktop Log in as user pi‘ gewählt.
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Der Letzte wichtige Punkt ist das Einstellen der Sprache und des Tastatur Layouts. Das geschieht unter dem Punkt ‚Internationalisation Options‘
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Unter ‚Change Locale‘ könnt ihr die Sprache Wählen. Ich habe hier ‚de_DE.UTF-8′ gewählt.
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Als vorgeschlagene zweite Sprache habe ich ‚en_GB.UTF8 übernommen.
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Das generieren dauert dann einen Augenblick.
Als nächstes habe ich über ‚Change Timezone‘ die Zeitzone auf Europe/Berlin eingestellt.
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Der Letzte Punkt ist das Tastatur Layout.

…….

 

Nachdem die Konfiguration abgeschlossen ist, möchte der PI neustarten.
Auf dem Display erscheint nach dem Neustart erst einmal die Touchscreen Kalibrierung.
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Danach haben wir den Desktop auf dem kleinen Display. Damit wir die Taouchscreen Kalibrierung aber nicht bei jedem Start vornehmen müssen, sollten wir die Werte in der Config Eintragen.

Dazu müssen wir die Kalibrierung aber noch einmal Ausführen, denn nur dann werden uns die Werte angezeigt, die wir eintragen müssen. Über den Startbutton/Preferences kommen wir zu dem Punkt ‚Calibrate Touchscreen‘.

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Wenn wir diesen ausführen und die vier Punkte treffen, liefert uns die folgende Ausgabe die Werte.

Leider liefert uns das Terminal keine gute Darstellung, sodass man das Fenster ein wenig hin und her schieben müssen.
2014-09-02 15.36

Wenn wir aber erst mal die Werte haben, können wir uns ja wieder mit RDP auf den PI schalten und die Änderung in der Datei /etc/XLL/xorg.conf.d/99-calibration.conf vornehmen. Dies geht aber nur mit SU-Rechten. Dazu starten wir den Filemanager aus einem Terminal heraus, mit „sudo pcmanfm“.

Meine Werte sind 242, 4013, 3808, 211.

Meine 99-calibration.conf sieht im Original so aus:

99-calibration.conf
Section „InputClass“
Identifier „calibration“
MatchProduct „ADS7846 Touchscreen“
Option „SwapAxes“ „1“
Endsection
Section „InputClass“
Identifier „calibration“
MatchProduct „stmpe-ts“
Option „SwapAxes“ „1“
Endsection

Hier wird jetzt in der ersten Sektion, welche die für das Display ist, der Punkt Option „Calibration“ „242 4013 3808 211“ hinzugefügt.
Das ganze File sieht dann so aus:

Section „InputClass“
Identifier „calibration“
MatchProduct „ADS7846 Touchscreen“
Option „Calibration“ „242 4013 3808 211“
Option „SwapAxes“ „1“
Endsection
Section „InputClass“
Identifier „calibration“
MatchProduct „stmpe-ts“
Option „SwapAxes“ „1“
Endsection

Damit der PI aber nicht bei jedem Start die Calibration startet, müssen wir hier den Autostart Eintrag auskommentieren.
Dieser steht in der Datei /etc/xdg/lxsession/LXDE/autostart.
Die Datei sieht vom Inhalt her so aus.

@lxpanel –profile LXDE
@pcmanfm –desktop –profile LXDE
@xscreensaver -no-splash
/bin/sh /etc/X11/Xsession.d/xinput_calibrator_pointercal

Durch einfügen eines ‚#‘ können wir jetzt die letzte Zeile auskommentieren, sodas die Calibration nicht mehr gestartet wird.

 

Im nächsten Beitrag werde ich die Installation von CBS auf dem PI beschreiben.
Danach kommt dann eine etwas komfortablere Bedienoberfläche für das kleine PI-Display. An der ich gerade noch sitze.


Posted in Cachebox Server by with 2 comments.

Comments

  • Homer-S sagt:

    Hallo Andre,

    aus dem Forum weiß ich, dass der PI ab ca 6k Caches das dann nicht mehr schafft. Gibt es die Möglichkeit den CBS „headless“ auf dem PI zu betreiben und praktisch nur als Datenbank-Cloud zu nutzen?
    Steigert das die Performance?
    Wäre dann ein Abgleich zw WCB – CBS -ACB denkbar?

  • Longri sagt:

    Theoretisch ja, aber mit dem Server habe ich mich noch nicht so beschäftigt.

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